Feierlichkeit

Feier des Schiedweckentages 2017

Mi, 15. März 2017 19:00

Großer Saal
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Feier des Schiedweckentages 2017

Die Reformationszeit als identitätsstiftender Höhepunkt der Reutlinger Stadtgeschichte

Dr. Wilhelm Borth, Reutlingen

Reutlingen war ein wichtiger Reformationsort der ersten Stunde. Dementsprechend wurde das Reformationsgedenken in der Reichsstadtzeit durch „Jubelfeste“ und Rituale wachgehalten, ja als Symbol für Reutlingens Identität einer selbstbewussten protestantischen Stadtrepublik stets von neuem inszeniert. Auf dem Weg in die Moderne erweiterte sich das historische Gedächtnis, sodass auch kritische Fragen an Luthers Einstellung etwa zum Bauernkrieg oder zu den Juden gestellt wurden. Im Sinn einer entsprechenden Öffnung der lokalen Erinnerungskultur spricht der Vortrag neben Kernereignissen der Reutlinger Reformation auch die Position der traditionellen kirchlichen und politischen Autoritäten, Probleme der altgläubigen Minderheit und der radikalen Reformationsströmungen sowie weitere kontroverse Themen an.

Wilhelm Borth war Leiter des Reutlinger Isolde-Kurz-Gymnasiums und bis 2015 Vorsitzender des Reutlinger Geschichtsvereins. Seine wissenschaftlich-publizistische Arbeit befasste sich u. a. mit Fragen der Reformationsgeschichte.

Der Vortrag findet im Anschluss an das traditionelle Pastetenessen am Reutlinger Schiedweckenabend statt. Anmeldungen werden erbeten bei der Geschäftsstelle des Reutlinger Geschichtsvereins,
Tel.: 07121/303-2386, Mail: stadtarchiv@reutlingen.de

Der Eintritt ist frei.

Bildquelle: Stadtarchiv Reutlingen