Konzert

„In einem Weltmeer von Harmonie“ – Bettina von Arnim und Ludwig van Beethoven

Fr, 23. Februar 2018 20:00

Kleiner Saal
Ausverkauft
„In einem Weltmeer von Harmonie“ – Bettina von Arnim und Ludwig van Beethoven

„Wort trifft Musik“ heißt es im Februar 2018: Hannelore Elsner, eine der bedeutendsten deutschen Charakterdarstellerinnen, gestaltet zusammen mit dem Pianisten Sebastian Knauer ein Programm unter dem Titel „In einem Weltmeer von Harmonie“. Im Mittelpunkt steht die Begegnung der Schriftstellerin und der Dichterin Bettina von Arnim (1785-1859), der Schwester von Clemens von Brentano, und Ludwig van Beethoven (1770-1827), im Jahre 1810 in Wien. Die Begegnung der beiden war von großer Intensität und gegenseitiger Zuneigung geprägt. Hannelore Elsner liest aus Texten von Bettina von Arnim, in der sie über die Begegnung mit Beethoven schreibt, dazu spielt Sebastian Knauer drei der berühmtesten Klaviersonaten Beethovens, darunter die „Sturm“-Sonate und die Mondscheinsonate. Sebastian Knauer, der auf eine über 25jährige erfolgreiche Konzertkarriere zurückblicken kann, wird von der Presse immer wieder für die enorme Bandbreite seiner Ausdrucksfähigkeit gerühmt.

Details:
Ludwig van Beethoven        Klaviersonate c-Moll op. 10,1                        
                                        Klaviersonate d-Moll op. 31,2 „Der Sturm“                        
                                        Klaviersonate cis-Moll op. 27,2 „Mondscheinsonate“

Im Mittelpunkt des Programms „In einem Weltmeer von Harmonie“ steht die Begegnung der Schriftstellerin und Dichterin Bettina von Arnim (1785-1859) und Ludwig van Beethoven (1770-1827), dem „Titan“, im Jahre 1810 in Wien.

Bettina von Arnim, Schwester von Clemens von Brentano, war eine der erstaunlichsten Erscheinungen des 19. Jahrhunderts. Sie war eine Frau voller Geheimnisse, hat viele bezaubert, wurde geliebt und bewundert.

Die damalige Begegnung der beiden war von großer Intensität geprägt. Bettina von Arnim hat später in ihren Schriften das Zusammentreffen voller Emphase und tiefer Bewunderung für den berühmten Musiker beschrieben. Kaum ein anderer Zeitgenosse dürfte wahrhaftiger über den Menschen und Künstler Beethoven geschrieben und geurteilt haben als sie. Mit der ihr eigenen Empfindsamkeit, ihrer Aufgeschlossenheit und ihrem Kunstverständnis hat sie den Menschen Beethoven und seine Musik besser erkannt als viele andere.

Mit ihrem mädchenhaften Charme hat sie Beethoven auf Anhieb für sich eingenommen. Durch Bettina von Arnim kommen sehr gefühlsstarke Eigenschaften Beethovens hervor, überhaupt nicht abweisend und schroff, sondern vielmehr liebenswürdig, aufmerksam und herzlich.

Noch lange nach der Begegnung schrieb Beethoven an Bettina von Arnim: „Auch wenn sie gar nichts von mir sehen, so schreibe ich ihnen doch tausend Mal tausend Briefe in Gedanken...“ Und im Jahre 1811, als Bettina von Arnim heiratete, wünschte der Komponist ihr „alles Glück“ und schloss mit den Worten: „Nun lebe wohl, liebe, liebe Freundin! Ich küsse dich so mit Schmerzen auf deine Stirn und drücke damit wie mit einem Siegel alle meine Gedanken für dich auf.“

Hannelore Elsner liest aus Werken von Bettina von Arnim, im Wechsel erklingen drei der berühmtesten Klaviersonaten Beethovens.

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