Konzert

43. Reutlinger Kammermusik-Zyklus - Gringolts Quartett

Di, 24. April 2018 20:00

Kleiner Saal
Ausverkauft
43. Reutlinger Kammermusik-Zyklus - Gringolts Quartett

„Ein akkurates, blitzsauberes Zusammenspiel, feinnervig und klar bis in die kleinsten Regungen: (...) dies war eine Demonstration meisterhafter Ensemble-Kunst“, urteilte die Presse über einen Auftritt des Gringolts Quartetts bei den Ettlinger Schlosskonzerten. Auch in Reutlingen ist das bereits mit einem ECHO Klassik ausgezeichnete Quartett zu erleben und präsentiert Streichquartettkultur vom Feinsten mit Werken von Haydn, Dutilleux und Dvořák. Dem Streichquartett op. 76,1 von Joseph Haydn mit einem der schönsten Adagio-Sätze der Streichquartettliteratur steht das Streichquartett „Ainsi la nuit" von Henri Dutilleux gegenüber, bei dem sich der Komponist von den Geheimnissen der Nacht mit ihrer ätherischen Stimmung zu einer vibrierenden Musik inspirieren ließ. Ergänzt wird das Programm mit Dvořáks Streichquartett G-Dur op. 106, das als erste Komposition nach seiner Heimkehr aus Amerika entstand und in dem er sich „die seligen Gefühle von der Seele [sang], die ihn bei der endgültigen Rückkehr in die Heimat beglückten.“ 

Details: 
Joseph Haydn                            Streichquartett G-Dur op. 76,1 Hob. III:75
Henri Dutilleux                         "Ainsi la nuit..."
Antonín Dvořák                         Streichquartett G-Dur op. 106 B 192

Seit den Quartetten von Joseph Haydn, dem „Vater des Streichquartetts“, wird diese Besetzung als die anspruchsvollste Gattung der Instrumentalmusik angesehen. Sie ist eine besondere Herausforderung für Komponisten und für Interpreten.
Goethe hat über Haydns Streichquartette treffend gesagt, man höre darin „vier vernünftige Leute sich miteinander unterhalten“. Dies trifft ganz besonders auf die späten Streichquartette Haydns zu. Eines dieser Quartette, das Quartett op. 76,1 aus der Gruppe der nach dem Auftraggeber Erdödy benannten Quartette op. 76, bildet den Auftakt des Abends.
Auch im 20. Jahrhundert blieb die Gattung Streichquartett die Königsklasse schlechthin. Henri Dutilleux, der 2013 hochbetagt starb, ließ sich in seinem einzigen Streichquartett von den Geheimnissen der Nacht inspirieren, die er in beeindruckende Klänge übersetzte. Im Werk von Antonín Dvořák hingegen nimmt die Komposition von Streichquartetten einen zentralen Stellenwert ein. Das Gringolts Quartett bringt zum Abschluss des Abends sein Streichquartett G-Dur op. 106 zu Gehör, das als erstes Werk nach seiner Rückkehr aus Amerika entstand und dessen heitere Grundstimmung sich durch das gesamte Werk zieht.

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Henriette's Kult-Tour